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Über den Sinn des Lebens

Komm mit auf eine Reise…
Stel­le Dir einen Pan­ther vor, schwarz, majes­tä­tisch und erha­ben mit einer unbän­di­gen Kraft, die Dir zugleich Angst macht wie Dich anzieht. Die­ser Pan­ther ist gekom­men, um Dir die Antei­le in Dir bewusst zu machen, die Du längst ver­ges­sen hast, er möch­te Dich mit auf eine Rei­se ein­la­den, eine Rei­se in die Frei­heit. Es ist Dein Pan­ther, des­sen Fell schwarz glänzt und glit­zert im Son­nen­schein; sei­ne Augen drü­cken Ent­schlos­sen­heit aus und die Anzie­hung ist so groß, dass sie Dei­ne Angst vor die­sem majes­tä­ti­schen Tier besiegt. 

Du schrei­test auf den Pan­ther zu, lang­sam und behut­sam, Dein Herz pocht, stets im Bewusst­sein, dass Dich die­ses Tier jeder­zeit in Stü­cke rei­ßen könn­te. Dein Ver­stand steu­ert Dei­ne Bewe­gung nicht, es ist Dein Herz, das dem Ruf die­ses Aben­teu­ers folgt. Der Pan­ther war­tet ganz ruhig und gelas­sen auf Dich; er for­dert Dich auf ihm zu fol­gen. Und mit die­ser Auf­for­de­rung geht es los, ihr setzt Euch bei­de in einem rasan­ten Tem­po in Bewegung.
Der Pan­ther ver­leiht Dir unnach­ahm­li­che Kräf­te und Du rennst, wie Du noch nie in Dei­nem Leben gerannt bist, stets von Dei­nem Pan­ther beglei­tet; zugleich bewun­derst Du sei­en Anmut wäh­rend des Laufs, siehst sei­ne Mus­keln, die sich im Takt jeden Schrit­tes auf und ab bewe­gen; Du spürst den Wind in Dei­nen Haa­ren und die unbän­di­ge Kraft, die In Dir steckt.

Du kannst end­lich aus­ge­las­sen sein und Dein Bewusst­sein ist so abge­rich­tet, dass Dir jeder Gras­halm auf­fällt, der sich bewegt; Du siehst alles; Du siehst mit einem Mal eine unglaub­li­che Land­schaft, gesäumt von Bäu­men, die Dich an den Urwald erin­nern, umge­ben von hohen Grä­sern und einer zar­ten Bri­se, der getra­gen wird von einem ange­neh­men Duft, der in der Luft liegt. Die­ser erin­nert Dich an einen Früh­som­mer­tag, der die ers­ten zar­ten Knos­pen der nahen­den Som­mer­blu­men in die Luft trägt; mit einem Mal hörst Du Vogel­ge­zwit­scher, das sich zu einer Melo­die Form, die Dich wei­ter anspornt, aus gelas­sen zu lau­fen, zu sprin­gen und schlicht und ergrei­fen zu ren­nen, los zu las­sen. End­lich, end­lich fühlst Du Dich befreit und gelöst, Dank der wun­der­ba­ren Beglei­tung des Pan­thers, der Dich an Dei­ne unbän­di­ge Kraft in Dir erinnert.

Ihr erreicht gemein­sam eine Quel­le, die von einem Was­ser­fall gesäumt wird, der fort­wäh­rend in spru­deln­der Art und Wei­se Was­ser in die Quel­le speist. Der Pan­ther bleibt an jener Quel­le ste­hen, trinkt von ihr und gibt Dir auch hier intui­tiv zu ver­ste­hen, dass Du in der Quel­le baden sollst. Ohne zu zögern, getra­gen von dem unbän­di­gen Frei­heits­ge­fühl durch den wil­den Lauf, springst Du kopf­wärts in die Quel­le, tauchst ein und spürst die rei­ni­gen­de Wir­kung die­ser Quel­le, sie ist näm­lich eine Zau­ber­quel­le zu der Dich der Pan­ther geführt hat. Die­se Quel­le löst alle Wider­stän­de in Dir und Du schwimmst durch die Quel­le, fühlst das Was­ser durch Dei­nen Kör­per dif­fun­die­ren und zugleich rei­nigst Du Dei­ne Gedan­ken, der Sinn Dei­nes Lebens wird an Dich her­an­ge­tra­gen und Du erkennst, dass Du ein hei­li­ges Wesen bist, des­sen See­le unzer­stör­bar ist.

Getra­gen von die­sen posi­ti­ven Gedan­ken schaust Du auf den Pan­ther und erkennst neben ihm einen alten India­ner, der Dich eben­so so ruhig betrach­tet wie der Pan­ther, er hat sei­ne Hand auf dem Rücken des Pan­thers abge­legt und in der ande­ren Hand hält er sei­nen Bogen samt Pfeil. Bei­de betrach­ten Dich ziel­ge­rich­tet und ohne Dich einen Moment aus den Augen zu ver­lie­ren. Du schwimmst mit der glei­chen Leich­tig­keit auf die bei­den magi­schen Wesen zu wie Du zuvor gelau­fen bist, und mit jedem Schwimm­zug, der Dich zum Ufer bringt wird Dir deut­lich, dass in Dir viel mehr steckt als Du über­haupt von Dir gedacht hast. Mit Errei­chen des Ufers blickst Du lan­ge, sehr lan­ge in die Augen des India­ners und auch hier wird Dir bewusst, dass Du die­sen alten India­ner schon immer kennst, er war nur tief in Dir ver­bor­gen. Und Du kannst ihm nun eine Fra­ge stel­len, fra­ge ihn was Dich beschäf­tigt und lau­sche sei­ner Ant­wort. Es kann sein, dass es nicht die Ant­wort ist, die Du Dir erhoffst, doch sei Dir gewiss, alles kommt zu sei­ner Zeit, dann, wann es ange­bracht ist. 

Und der India­ner spricht wei­ter zu Dir:
„Erin­ne­re Dich an Dei­ne unbän­di­ge Kraft, die Fes­seln, die Du im Leben spürst, hast Du Dir selbst ange­legt. In Wahr­heit exis­tie­ren sie nicht. Die Wirk­lich­keit ist geprägt durch Dei­ne Gedan­ken, sie exis­tiert in ihrer Form nur in Dei­ner Vor­stel­lung und in kei­ner ande­ren. Wenn Du Dir selbst erlaubst frei zu sein, bist Du auch frei. Und wenn Du ein Ziel hast, so visie­re es an und las­sen es nicht mehr aus den Augen, blei­be dran, so wie ich mit mei­nem Bogen und Pfeil auch mei­ne Zie­le anvi­sie­re. Spren­ge Dei­ne eige­ne Begrenzt­heit, dann wirst Du die Frei­heit im Leben erfah­ren, die Dir jetzt zuteil­wur­de. Dies war mög­lich, weil Du Dei­ne Angst über­wun­den hast und Dich von Dei­nem Her­zen lei­ten lie­ßest. Das ist das Geheim­nis, so ein­fach und doch so schwer. Erin­ne­re Dich an mei­ne Wor­te, mache Dir immer wie­der bewusst: Gren­zen exis­tie­ren nur in Dir, das Außen ist ein Spie­gel­bild Dei­nes Inne­ren, begin­ne die Gren­zen des Inne­ren zu spren­gen, dann wird sich das Außen wan­deln. Gehe nun zurück in Dei­ne Wirk­lich­keit und neh­me die­se Wahr­heit in Dir auf, damit Wan­del gesche­hen kann.“

Du dankst dem India­ner, ver­neigst Dich tief vor ihm, in einer tie­fen Ehr­furcht und dem Bewusst­sein, dass Dir hier etwas Hei­li­ges begeg­net ist und eine alte Wahr­heit offen­bart wur­de, die Du immer schon kann­test, die aber sehr lan­ge in Dir ver­bor­gen war. Und ihr ver­ab­schie­det Euch in gegen­sei­ti­ger tie­fer Demut, Du beginnst wie­der zu ren­nen, zu lau­fen und Dir explo­diert etwas, es fühlt sich wie eine Spren­gung an. Und der Pan­ther beglei­tet Dich wie­der zurück in die alte Wirk­lich­keit, doch die alte Wirk­lich­keit ist in Wahr­heit eine neue Wirk­lich­keit, da Du Dich inner­lich frei und gelöst fühlst.

„Erinnere Dich an Deine unbändige Kraft, die Fesseln, die Du im Leben spürst, hast Du Dir selbst angelegt. In Wahrheit existieren sie nicht.”